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Sony PHV A7E
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Wer kennt schon einen Sony PHV-A7E  ?????

Dabei war der mal sehr, sehr teuer ....(1994 = 1800 DM)

 

Wer hat den schon mal was vom Sony PHV-A7E gehört ?

Als ich das kleine Kästchen zum ersten mal gesehen habe, war es ganz unscheinbar in einem Konvolut aus Schmalfilm-Dia-Foto-Equipment versteckt. Die Bilder waren etwas unscharf und die Funktion hat sich mir überhaupt nicht erschlossen.  Sony war lesbar, die Typenbezeichnung leider nicht. Aber irgendwie war meine Neugier geweckt und ich habe das Kästchen für kleines Geld mitgekauft.

Nachdem es dann bei mir eingetroffen war vermutete ich recht schnell, dass es sich bei dem Sony PHV-A7E um einen frühen Dia-Scanner handeln musste. Sehr interessant fand ich, dass der Sony PHV-A7E einen Video composite (also gelber Chinch-) und einen S-Video Ausgang hat. Da dies analoge Ausgänge sind ist ja eine direkte Digitalisierung von Filmmaterial nicht möglich – und das Kästchen musste doch noch etwas älter sein wie zunächst gedacht. Recherchen haben dann ergeben, dass die “Photo Video Camera  PHV-A7E“ vmtl. aus dem Jahr 1991 stammt. Sie war damals auch nicht besonders günstig -  1994 kostete sie belegbar 1800,- DM.

Für mich war eigentlich sofort klar, dass ich die PHV-A7E sehr sinnvoll im Film-Hobby einsetzen könnte (komme ich gleich noch drauf) und freute mich schon auf den ersten Test.

Da ich dachte die Camera durchaus intuitiv bedienen zu können, habe ich sie einfach mal über einen Video-Grabber an meinen PC angeschlossen. Eigentlich lief alles prima – nur leider alles in schwarz-weiß. Also dann doch mal im Netz nach einer Anleitung gesucht. Tatsächlich findet man nicht sehr viel über das Gerät, aber eine englische Anleitung war dann doch downloadbar
( jetzt auch eine in deutsch :-)   ->> klick hier <<- )
Die Tipps bei „schlechter Farbe“ brachten nichts – Einstellung am COLOUR BALANACE Regler führten zu keinerlei Veränderung.  Ich habe an meiner Software alle möglichen Einstellungen versucht, nichts. Naja, vielleicht ist mein Grabber defekt , versuchsweise mal die alte Video-Camera angeschlossen – geht.  Also musste für mich etwas mit der PHV-A7E nicht in Ordnung sein.  Schade.

Aber losgelassen hat mich das Kästchen dann auch nicht mehr.  Also mal bei Ebay und Kleinanzeigen gesucht. Man findet dort tatsächlich einige PHV-A7E, meist im Bereich zwischen 30 und 75 €.  Oft werden sie „zum digitalisieren ihrer Dias“ angeboten – was ja so direkt eigentlich nicht stimmt.  Ich habe mir also eine zweite PHV-A7E Camera zugelegt. Mit Karton, Diaschienen, Bedienungsanleitung und „voll funktionsfähig“.

 

 

Um so enttäuschter war ich dann, als auch meine zweite PHV-A7E nur ein Schwarz-Weiß-Bild ablieferte. Natürlich konnten beide den gleichen Fehler haben, aber daran glaubte ich irgendwie nicht wirklich.

Etliche Stunden Recherche haben mich kein bisschen weiter gebracht. Das Video composite  und S-Video unterschiedliche Signale ausgeben ist relativ klar. Und man findet auch die ein oder andere Erklärung warum bei der Nutzung von Video composite ggf. nur ein Schwarz-Weiß-Bild angezeigt wird. Warum aber mit einem anderen Gerät bei gleicher Einstellung dann das Bild farbig ist konnte ich nicht heraus finden.

Dann habe ich, eigentlich nur aus Spaß, meine PHV-A7E mal an den Fernseher angeschlossen (ja – hab noch einen mit Composite-Eingang J ) und war dann über das farbige Ergebnis hoch erfreut. Natürlich gehen beide.

Also musste das Problem irgendwie mit dem Grabber und/oder der Software zusammen hängen. Da ich mehrere Programme  nutze, und überall das Ergebnis gleich war, ging ich von dem Grabber selbst aus.  Ich habe dann mal einige Ebay-Verkäufer kontaktiert (allerdings haben diese ihren PHV-A7E meist gar nicht genutzt). Von dreien habe ich Ihre funktionsfähige Lösung erhalten. Die ersten beiden liefen bei mir nicht.  Mit dem  CSL - USB 2.0 Audio/Video Grabber | Neue Version / Neue Software (Windows 10 fähig) von Amazon hatte ich dann schließlich Erfolgt.  Den Grund warum einige Grabber (immer nur mit der PHV-A7E) nicht funktionieren habe ich leider nicht herausfinden können.

Aber jetzt kann ich mich dann doch mit meiner PHV-A7E Kamera ans Werk machen.  Auch wenn die Auflösung des ½-Zoll CCD-Bildwandlers mit 470.000 Bildpunkten bei 400 Linien aus heutiger Sicht natürlich sehr klein ist, so finde ich das Ergebnis der Bilder durchaus brauchbar. Nicht nur für eine “Live-Kontrolle“ sondern auch für eventuelle Scan-Fotos falls man mal einen Film verkaufen möchte. Weitere Vergrößerung der Bilder ist natürlich nur noch bedingt sinnvoll.

Da ich meine Filme auch beim Umrollen gerne kontrolliere, sie aber wegen der mechanischen Belastung nicht komplett durch den Betrachter laufen lassen will, muss der Film immer ein – und ausgelegt werden.  Mit der PHV-A7E geht das jetzt sehr komfortabel, da die Filmträgerführung ganz leicht herausgenommen werden kann. Der Film braucht so nur über das Lichtfeld geführt werden. Klasse ist, dass man mit einem „Bildlagewähler“ den Kamerakopf um 270° drehen kann. Somit kann man sich ein Bild, unabhängig von der Position im Bildfenster, immer lagerichtig ansehen.  

Ein Autofokus sorgt sehr zuverlässig für ein klares Bild. Sehr schön finde ich die Zoom-Funktion. So kann man sich Details genauer ansehen. Für Klebestellen oder Perfoschäden ziemlich ideal. 

 

Mit 35mm Film bekommt man knapp 2 Filmbilder auf den Bildschirm

 

 

 

An meinem normalen Umroll- / Schneideplatz habe ich jetzt, neben einem üblichen Filmbetrachter, fest eine PHV-A7E  stehen.  Den Laptop stelle ich üblicherweise natürlich nicht auf die Camera,  aber zu Verdeutlichung wie tolerant sie auch bei etwas schräger Filmführung ist finde ich die Platzierung ganz gut :-).

 

 

 

 

Die zweite PHV-A7E habe ich mir zu meinem elektrischen Universalumroller gestellt.

 

 

 

Eigentlich sollten mit der PHV-A7E tatsächlich Videos aufgenommen werden. Daher gibt es auch Möglichkeiten zur Farbkorrektur, Helligkeitsanpassung und zur Inversdarstellung (was für Negativfilme sehr hilfreich ist :-)   ). Auch ein Mikrofon kann regelbar angeschlossen werden, so ist es möglich ein Video auch gleich zu vertonen.

 

 

Die Vorstellung ein Video mit abgefilmten Einzelbildern als Diaschau zu erstellen ist wirklich schon ziemlich retro :-).

Laut Bedienungsanleitung hat es auch einen aufsteckbaren LCD-Farbmonitor und einen Videodrucker als Zubehör gegeben.

Für mich ist das kleine graue Kästchen inzwischen ein lieber Begleiter beim Umrollen und Sichten von Filmen geworden, auch wenn es einen richtigen Betrachter für bewegtes anschauen natürlich nicht ersetzen kann.  

 

 

 

 

 

 

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Stand: 09. August 2018