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Film-O-Clean
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Was es lange Zeit nur für den professionellen Bereich gab ist Mitte 2009 auch für den 16mm und Super 8 Bereich lieferbar . Ein Filmreinigungsgerät für den ununterbrochenen Betrieb bei einer Vorführung oder beim Umspulen.

 

In der Cine 8-16  Nr. 13 (März 2010) war  ein ausführlicher Erfahrungsbericht über die Verwendung des Film-O-Clean und einer “Wet-Gate-Projektion “ abgedruckt. Dieser hat mich neugierig gemacht, (die englische Vorlage zu dem Bericht findet man hier ) schließlich möchte man nur das Beste für Film und Projektor.

Und wenn dann auch noch die Qualität der Vorführung gesteigert werden kann ist das sicherlich eine Bereicherung. Also bin ich eine ganze Weile von dem Gedanken einer Anschaffung hin und her gerissen gewesen.  327 €   ( bei Wittner ) für das eigentliche Film-O-Clean sind zwar ein stolzer Preis, schienen mir aber durchaus noch gerechtfertigt. Besonders wenn man die Entwicklung, geringe Stückzahlen und den Import berücksichtig. Haarig empfand ich die benötigen Zubehörteile. Die Adapterplatte mit 42 € und die Halterung zur Befestigung am Projektor mit 65 € halte ich dann doch für ziemlich teuer. Mit einem Päckchen Filmreinigungsbänder kommen insgesamt rund 450 € zusammen. Die Halterungen ( egal ob mit großer oder kleiner Klemme ) waren mir eigentlich immer ein Dorn im Auge, eine Bastlerlösung schien mir einfach zu realisieren. Habe mich aber dann doch entschlossen alles original zu bestellen. Schade fand ich, dass es keine Komplettpaket wie in den USA gab. Und ein Umrüstsatz für Super 8 sowie eine Halterung für den Umroller mussten einfach warten. Geplanter Einsatz : bei der Vorführung mit Bauer P8 Projektoren.

 

Als ich dann mein Paket mit dem Film-O-Clean in Händen hielt, wollte ich natürlich auch gleich mal einen Projektor “ startklar “ machen. Sehr erfreut war ich über die Verarbeitung des Film O Clean. Das ist wirklich Qualität.

 

Die Freude ließ schlagartig mit der Halterung / Klemme nach. Irgendwie wusste ich sofort, dass das nicht so funktionieren würde wie ich es mir vorgestellt hatte. Da die Bedienungsanleitung (nur in Englisch – war mir zwar bekannt, finde ich aber trotzdem ärgerlich) nur auf die Befestigung mit der kleinen Klemme an Tragegriffen von Super 8 Projektoren eingeht, musste ich also durch Versuchen zu einer Lösung kommen. Die Abbildungen aus dem Bericht bzw. der Wittner Homepage waren auch nur bedingt hilfreich. Nun mag man denken – so schwer kann das doch nicht sein …….   Stimmt im Prinzip auch, aber es gibt dann doch so ein paar Kleinigkeiten. Der lange Arm plus das Gewicht des Film-O-Clean, gehalten von nur einer Befestigungsschraube an der Halterung, führte immer wieder zum einknicken. Und die Schraube mit Gewalt anziehen wollte ich dann auch nicht. Tja und die Klemme am vorderen Spulenarm verrutschte dadurch auch ständig. Zwar gelang es mir dann durch zwei, buchstäblich, schräge Positionen die Einrichtung so am Projektor zu befestigen, dass alles hielt. Aber der optische Gesamteindruck war dann doch eher miserabel.

Die beiliegenden Schrauben und Muttern waren ein bisschen schwergängig, was bei einem Umbauversuch natürlich auch nicht hilfreich ist. Und da es eben keine metrischen Schrauben sind, nützt das heimische Ersatzteillager erst mal nichts. Nach gut 1 1/2 Stunden probieren ( und ein wenig Frust im Bauch, denn ich hätte jetzt auch noch den langen Arm verbiegen müssen um das Film-O-Clean parallel zur Filmspule und der Vorwickelrolle ausrichten zu können ) entschloss ich mich dann doch zu einer Heimwerkerlösung. Hätte ich gewusst, dass in der Anleitung sogar Skizzen mit Maßen der Halterung abgedruckt sind, dann hätte ich mir diese von vornherein selbst gebohrt. So habe ich einfach durch ein paar zusätzliche Bohrungen die Originalteile angepasst. Dadurch bilden die Schrauben auch gleichzeitig eine Stütze am Projektorarm und stabilisieren den langen Arm. Natürlich habe ich bei der Gelegenheit auch alle Schrauben durch M6 ersetzt und zur leichteren Montage / Demontage mit Flügelmuttern versehen.

 

Vor und nach den zusätzlichen Bohrungen

 

 

 

 

 

 

 

So umgerüstet macht es mir dann gleich wieder Freude das Film-O-Clean in Betrieb zu nehmen. Wie schon erwähnt, nutze ich für die Vorführung meiner Filme meistens einen Bauer P8.

 

 

 

Befestigung am Spulenarm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sollen Filme von 600 m Spulen vorgeführt  werden ist es allerdings, auch mit der nun gut sitzenden Halterung, gar nicht so einfach das Film-O-Clean so auszurichten, dass der Film frei laufen kann ( also nicht noch mal durch die Spule „hindurch“ ) oder das Projektionsbild durch das Gehäuse gestört wird.

 

 

 

Mit einem 25er Objektiv, welches ich im Heimbereich natürlich gerne verwende, ist dieser Effekt am größten. Wenn das Gehäuse nicht direkt im Strahlengang ist, so spiegelt sich doch Licht darin – was zu störenden Reflektionen auf der Leinwand führt. Nachdem der glänzende Boden mit schwarzem Gewebeband “ entspiegelt “ war stand einem gereinigten Filmgenuss nichts mehr im Wege. Bei der Verwendung von  35er und größeren Objektiven, bzw. bei der Vorführung mit kleineren Spulen, ist die Ausrichtung kein Problem. Die entsprechenden Einstellungen habe ich mir mit einem Edding markiert – so geht es beim nächsten Anbau einfacher.

 

 

 

 

Ein Versuchsweiser Anbau des Film-O-Clean an einen Elmo GS1200 war übrigens denkbar einfach – der Verlängerungsarm kann sich über das Projektorengehäuse abstützen, was natürlich schnell für Stabilität sorgt.

 

 

Da in dem Handbuch für die Nassreinigung FilmGuard oder FilmRenew empfohlen wurden, prüfte ich die bei mir vorhandenen Reiniger (Vitafilm und Profi Filmreiniger – beide von Wittner) vor einem Einsatz. Diese schienen mir nicht geeignet, schon weil sie sehr stark riechen und schnell verdunsten. Eine kurze Anfrage bei Wittner ergab, das dort auch wieder FilmRenew beziehbar ist (und auch in kürze im Katalog gelistet wird). Im Eifer des Gefechts hatte ich überlesen, dass für die Nass-Durchlauf-Projektion eigentlich nur FilmGuard genutzt werden kann. Merkte ich erst, als das FilmRenew eingetroffen war.  Eine weitere Anfrage bei Wittner führte dazu, dass von dort eine Nass-Durchlauf-Projektion überhaupt nicht empfohlen wird und keiner ihrer Reiniger dazu geeignet sei. Prima, jetzt hatte ich drei Mittel und konnte keins verwenden. Da der Bericht sich nur positiv über die Nass-Durchlauf-Projektion äußerte, und dies auch ein wesentlicher Grund für die Anschaffung des Film-O-Clean war, ignorierte ich die Empfehlung von Wittner und habe im Internet nach einem Händler für  FilmGuard gesucht.  Für Europa wird es nur von  www.jackroe.com  vertrieben. Dort angefragt wurde ich super nett betreut. Mail an : salies@jack-roe.co.  und schon lief die Sache.

 

 

Die Rollen mit dem Reinigungsband einfach durch besprühen tränken ...

 

 

 

 

 

 

... und man wird manchmal einen Schreck bekommen wie das Band nach einigen Minuten Filmdurchlauf aussieht.

 

Aber so soll es ja sein :-)

 

 

 

 

   

Nachdem nun die ersten Filme durchgelaufen sind muss ich sagen, dass ich von der Funktion begeistert bin. Nach den kleinen Startproblemen kann ich mich dem Autor des Berichtes in der Cine 8/16 nur anschließen. Auch wenn ich mir nicht die Mühe eines direkten Vergleichs ( mit und ohne Film-O-Clean  bzw. trocken / nass ) gemacht habe,  so ist die Wirksamkeit auf der benutzen Seite des Reinigungsbandes deutlich zu sehen. Und so komfortabel bekommt man es mit einem Lappen niemals hin. Und eben schon gar nicht unmittelbar bevor der Film den Filmkanal durchläuft.

 

Mein Fazit :

Film O Clean = tolle Sache

Adapterplatte =  sinnvoll, würde ich nur original empfehlen

Halterungen und Klemmen = ziemlich teuer,  günstige Alternativen im Eigenbau problemlos.

Universalhalterung = mit jedem Lochwinkelblech zu ersetzen

 

Nicht unbedingt schön - aber funktioniert.

 

 

 

 

 

 

Nassreinigung mit FilmRenew / Vitafilm und anderen Reinigern von Wittner möglich

Nass-Durchlauf-Projektion nur mit FilmGuard  

Sicherlich muss man sich für jeden Projektortyp individuelle Gedanken machen. Bei ausreichend Platz in der Umgebung des Projektors ist auch eine Befestigung des Film-O-Clean an einem eigenen Stativ möglich.  

Werde mir sicherlich auch noch den Umrüstsatz für Super 8 anschaffen. 

P.S.: da ich gerne auch Bedienungsanleitungen zum nachschlagen habe, und man in deutsch auch gewisse Feinheiten vielleicht nicht so schnell überliest (Reinigungsmittel) schien mir eine deutsche Anleitung angebracht. 

 Mit freundlicher Genehmigung auch von Roy Neil für die private Nutzung

 


Cool fand ich dann die Reaktion von Wittner :

 

 

Viel Spass mit dem Film-O-Clean

 

 

 

Bauer P8 T400 mit Film-O-Clean und Langlaufeinrichtung

.......und inzwischen habe ich mir auch den Umrüstsatz auf Super 8 gegönnt.

 

Langlaufeinrichtung für Super 8 mit Film-O-Clean

 

 

 

 

 

 

 

 

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Stand: 21. Oktober 2017