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Belichtungs-Steuergerät
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Ein kleines Wunderwerk der elektro-mechanischen Technik : das Siemens Belichtungs-Steuergerät für die Siemens Registriergeräte. Auf der Seite "Mein Projekt" habe ich mal die praktische Anwendung ausprobiert - zu einer Zeit als ich diese kleine Wunderkästchen noch nicht in meiner Sammlung hatte, daher mit elektronischem Ersatz. Umso faszinierter bin ich von dem Original - welches ich aus dem Nachlass des Siemens-Technikers Erich Neubauer übernehmen konnte. Herr Neubauer hat noch lange Jahre nach seinem Siemens-Ruhestand für die Fa. Walkenhorst die Wartung der Registriergeräte in den Berliner Büchereien übernommen, bis er in den 1980ern verstorben ist. Das Steuergerät hat dann einen langen Dornröschenschlaf angetreten - bis der Enkel an mich herangetreten ist.

 

Von den Belichtungs-Steuergeräten wurden zwei Typen vertrieben. In Prospekten habe ich diese zwei Bilder des älteren Typs gefunden :

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Steuergerät Sf. ZQ 6.1 (Pultförmiger Aufbau, Holzgehäuse):  Bildfolge 10B/Sek bis 1B/h, Belichtungszeit 1/10Sek bis 10Sek .

Die Beschreibung des neuen Belichtungs-Steuergerät Sf. Z 6.9a :es dient zur Steuerung der Aufnahmefolge und der Belichtungszeit des Siemens-Registriergerätes sowie der Objektbeleuchtung. Das Gerät kann zu Mikroaufnahmen, Zeitrafferaufnahmen und Steuerungen, die durch elektrische Impulse in bestimmter Zeitfolge ausgelöst werden müssen, verwendet werden. Das Belichtungs-Steuergerät arbeitet, nachdem es einmal eingestellt ist, ohne Wartung im Dauerbetrieb.

 

 

 

 

Das Belichtungs-Steuergerät ermöglicht eine Aufnahmefolge von 10 Bildern/sec bis 1 Bild/24h und Belichtungszeiten von 0,3 sec bis 6 h. Die Aufnahmefolge und Belichtungszeit-Steuerung sind in Stufen einstellbar und können in Verbindung miteinander oder unabhängig voneinander verwendet werden.

Mit gut 20 Kg ist es schon ein Schwergewicht, daher ist das Gehäuse (mit abnehmbaren Deckel) auch gleichzeitig Transportkoffer. Nur 4 Schrauben müssen gelöst werden, um den gesamten Aufbau, z.B. für die Wartungsschmierung, aus dem Gehäuse zu nehmen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bevor es dann ans Ausprobieren gehen konnte, mussten erst mal die passenden Tuchel-Stecker gefunden werden:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im ersten Aufbau nutze ich ein Registriergerät das für 36V vorgesehen ist (= der Ausgangsspannung vom Steuergerät). Diese Registrierkamera ist ein einfacheres Modell A : für Momentaufnahmen bis zu 10 Bilder in der Sekunde - die Belichtungszeit ist nur am Registriergerät einstellbar.

 

 

Somit kann das Belichtungs-Steuergerät nicht alle seine Möglichkeiten ausspielen, es dient lediglich als Taktgeber.
Die Aufnahmefolge, also die Auslöse-Frequenz,  kann sehr präzise von
 10 Bildern/sec bis 1 Bild/24h eingestellt werden.  Dies geschieht durch die Kombination der Getriebevorwahl (schwarzer mittiger Knopf) und dem Nockenabgriff (kleiner oberer Schalter) und der sich daraus ergebenen Spur. Hier wären 60 Bilder pro Minute eingestellt.   

 

 

 

Um alle Funktionen des Belichtungs-Steuergerätes nutzen zu können braucht man eine Registrierkamera Modell B : für Momentaufnahmen bis zu 6 Bilder in der Sekunde - Belichtungszeit am Registriergerät einstellbar,  Zeitaufnahmen bis zu 10 Sekunden - Belichtungszeit über ein Steuergerät programmierbar und Kinoaufnahmemöglichkeit mit 24B/sec.

Die entsprechenden Einstellungen (M = Momentauslösung , B = Zeitauslösung, K = Kinoauslösung) müssen an Kamera und Steuergerät vorgenommen werden.

 

 

 

 

 

 

Jetzt kann nicht nur die Aufnahmefolge, sondern auch die Belichtungszeit über das Steuergerät erfolgen. 

 

 

Die Belichtungszeit wird auch wieder durch eine Kombination (aus der Schalterstellung und der Feinjustierung) eingestellt.

 

Linkes Bild  Einstellung = 3 Sekunden

 

 

Rechtes Bild  Einstellung = 20 Sekunden   

 

 

Im Betrieb ist dann an dem silbernen Zeiger die schon abgelaufenen Belichtungszeit je Bild erkennbar, was gerade bei sehr langer Belichtungszeit sicher nützlich sein kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eigentlich braucht man für den Betrieb des Belichtungs-Steuergerätes mit der Registrierkamera keine Elektronik (bei Betriebsspannung = Ausgangsspannung des Steuergerätes = 36V)

Mein Modell B ist aber für den Betreib mit 24 V vorgesehen. Daher habe ich zwei Festspannungsregler zwischen Steuergerät und Kamera geschaltet.  Einmal für die Festspannung, die die Kamera benötigt, und einmal für den getakteten Auslöseimpuls.

 

 

 

 

 

 

 

Je nach Umgebung kann es wichtig sein, dass Objekt vor der Aufnahme auszuleuchten. Diese Beleuchtung kann mit dem Steuergerät geschaltet oder gesteuert werden .

0 = Schwachlicht ( 75V)

1 = Dauerlicht

2 = wird zuerst die Objektbeleuchtung hell geschaltet und 0 , 5 sec verzögert erfolgt die Kameraauslösung

3 = gleich 2 (andere Belichtungszeiten)

4 = gleich 1 (andere Belichtungszeiten)

 

 

 

 

 

Und so sieht es im Inneren des Steuergerätes aus ......

 

 

Links der Energieteil (Trafo und dahinter liegendem Gleichrichter) , davor der Antriebsmotor. In der Mitte das Getriebe mit der Nockenwalze und den dazu gehörenden Nockenschaltern, also der Teil, der für die Aufnahmefolge zuständig ist.  Rechts das Steuergetriebe für die Belichtungszeit .

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Getriebe zur Vorauswahl der Aufnahmefolge, welches durch den großen Knopf eingestellt wird.

Diese Einstellung darf nur bei ausgeschaltetem Steuergerät erfolgen.

 

Aus 3000 U/min des Motors wird eine nicht mehr wahrnehmbare Bewegung des roten Punktes.....  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...., die Drehung des roten Punktes entspricht der Drehung der Nockenwalze. Mit dem Spurwahlschalter wird der entsprechende Nockenschalter angewählt, so dass eben je "Getriebe-Geschwindigkeit" 6 Zeiteinstellungen möglich sind.

Somit sind 48 Aufnahmefolgen einstellbar, wobei sich Dopplungen ergeben (1B/s  = 60B / min)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Getriebe zur Steuerung der Belichtungszeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Feinmechanik höchster Präzission. Spätestens jetzt wird jeder nachvollziehen können wie froh ich über den guten Zustand des Steuergerätes bin. Nur ein bisschen Fett und der Tausch des Motorkondensators waren nötig und es schnurrte so präzise wie am ersten Tag.

 

 

Manches lässt sich in Bildern nicht so gut darstellen - daher hier auch noch ein Video.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Stand: 06. Dezember 2019